Projekt Alpila an Schutzwaldpreis-verleihung ausgezeichnet

Schaaner Vize-Gemeindevorsteher Markus Beck und Gemeindeförster Gerhard Konrad. Fotos: Südtiroler Forstverein

Mit dem «Schutzwaldpreis Helvetia» ehrt die Arbeitsgemeinschaft Alpenländischer Forstvereine jährlich herausragende Leistungen rund um den Erhalt und die Förderung gesunder Wälder. Auch wenn es nicht ganz zum Sieg gereicht hat, wurde das Schaaner Projekt «Alpila – vom Fichtenholzacker zum klimafitten Mischwald» am 14. März an der Preisverleihung in Brixen ausgezeichnet.

Zahlreiche Ehrengäste aus der Schweiz, Deutschland, Österreich und Liechtenstein waren angereist, um Mitte März an der feierlichen Verleihung des 18. Schutzwaldpreises Helvetia in Südtirol teilzunehmen. Ein wichtiger Preis, der den Erhalt und Schutz des Bergwalds ins Zentrum stellt und jährlich von der Versicherung Helvetia und der Arbeitgemeinschaft Alpenländischer Forstvereine (ARGE) vergeben wird. Für Schaan vor Ort waren Vize-Vorsteher Markus Beck und Gemeindeförster Gerhard Konrad.

Nachdem bereits im Jahr 2024 der interaktive Waldlehrpfad «Fuchs auf Dux» mit dem Schutzwaldpreis Helvetia ausgezeichnet worden ist, hat es auch in diesem Jahr wieder ein Schaaner Projekt in die engere Auswahl geschafft. Zwar durfte schliesslich in der Kategorie «Erfolgsprojekte» Graubünden mit der Wiederbewaldung der Hänge am Calanda den Sieg nach Hause tragen, aber die Jury fand viel Lob für die Gemeinde Schaan und ihr Engagement zur Förderung eines klimafitten Mischwalds auf Alpila. Ein Engagement, das mit einer Auszeichnung gewürdigt wurde. Eine schöne Wertschätzung für die Gemeinde – insbesondere für die Mitarbeiter des Forstwerkhof und ihre Partner, die sich seit vielen Jahren für den Bergwald einsetzen.

Alpila – ein Vorzeigeprojekt im Alpenraum

Das oberhalb des Schaaner Siedlungsgebiets liegende Alpila erstreckt sich über eine Fläche von 35 Hektar zwischen 1250 Metern über dem Meer und der oberen Waldgrenze auf 1720 Metern über dem Meer. In der Zeit von 1922 bis Ende der 1940er-Jahre fanden dort grosse Kahlschläge und eine anschliessende Aufforstung mit Fichten statt, die sich in den Folgejahrzehnten zu eintönigen, instabilen und viel zu dicht stehenden Reinbeständen entwickelt haben.

Um dem entgegenzuwirken, erfolgte im Jahr 1998 der Startschuss für die systematische Umwandlung des Gebiets Alpila in einen klimafitten Zukunftswald. Unter Einbezug vieler Akteure und Projekte – insbesondere des Bergwaldprojekts und der Jagdgesellschaft Alpila  – konnte die Gemeinde Schaan den Grundstein für einen neuen, gesunden Wald legen. Die Fichtenbestände rund um die Alpilahütte wurden mittlerweile bereits geräumt und mit neuen Pflanzen wie Bergahorn, Vogelbeere, Weisstanne, Lärche und Rotem Holunder aufgeforstet, während die Wälder in den steileren Lagen weiterhin stark durchforstet werden, um Licht auf den Boden zu bringen und den Lärchenbestand zu fördern. Zur Erleichterung dieser Arbeiten sowie zur Pflege der Pflanzen vor Ort hat die Gemeinde Schaan im ganzen Gebiet mehrere Kilometer Begehungswege errichtet. Wege, die in Zukunft dringend benötigt werden. Denn für einen langfristigen Erfolg müssen noch viele weitere Schritte hin zu einem klimafitten Wald erfolgen.

Die Gemeinde Schaan freut sich über die erneute Würdigung ihrer Leistungen und fühlt sich darin bestätigt, ihr Engagement für einen zukunftstauglichen Wald weiterzuführen. Daniel Hilti, Gemeindevorsteher

 

Nominierte und Sieger Kategorie Erfolgsprojekte. Fotos: Südtiroler Forstverein